# FOLGEN-REZEPT — Wie eine Episode entsteht *Der komplette Produktionsablauf des chazon studio, destilliert aus SER-03 „Wer trägt das Haus?" (105 s Doku-Teaser, ~60 $). Für Menschen UND Assistenten. Voraussetzung: Prompto-Zugang (s. prompto-guide) und Kanon-Assets der Figuren. Jede Phase endet an einem GATE: der Mensch sichtet und gibt frei — nie überspringen.* ## Phase 0 · Idee & Drehbuch (0 $) 1. **Hook wählen** (Trigger-Dimension × Thema — das Haus führt eine Hook-Matrix; jede Folge bedient eine noch offene Zelle). 2. **Kanon lesen**, bevor du schreibst: Welt-Regeln, Figuren-Register (wer spricht wie), was frühere Folgen schon verbraucht haben. 3. **Drehbuch als Shot-Tabelle**: pro Shot Nummer, Zeitfenster, Bildbeschreibung (Kadrage! z. B. 3/4-Shot, American, Dutch), O-Ton-Text, Kamera-Verhalten. 90–105 s ≈ 12–15 Shots. Regie-Grundsätze: keine weiten Shots (KI-Weite wirkt unecht), Interviews knapp neben die Linse, Ton = Handwerk. 4. Drehbuch als lesbares Dokument ausliefern → **GATE: Text-Freigabe.** ## Phase 1 · Sets & Kostüme (~1–3 $) - Je Location EIN Set-Still: `recraft-v4` (realistic_image, quality pro, Palette als Hex im Prompt). Material, Licht, Kleinstdetails beschreiben. - Kostüm-/Requisiten-Fassungen der Figuren: `nano-banana-2-edit` auf den Kanon-Ganzkörpern (NIE referenzlos!). - Sets doppeln als Look-Bibel UND als Raum-Refs für Video-Shots. → **GATE: Szenenbild-Sichtung.** ## Phase 2 · Startframes (~1–2 $) - Pro Shot ein **komponierter Startframe**: `nano-banana-2-edit`, primary = Set-Still, refs = [Figur in Kostüm-Fassung]. 16:9 explizit anfordern. - **Requisiten-Regel:** Was die Figur nicht sauber greift, klebt später im Video. Hand-Kontakt explizit bauen oder Requisit streichen. - Licht-Logik je Raum prüfen (Fensterseite = Lichtseite, kein Frontal-Fill). → **GATE: alle Startframes am Stück sichten.** ## Phase 3 · Shots (~20–30 $) Model-Split je Shot-Typ (Preise/Details im prompto-guide): - Bewegung/Ensemble/Kamera-Folgen → `kling-o3-ref` (Startframe als @Image1 + Figuren-Refs; Verhalten hart positiv prompten). - Statische Interviews/Talking-Heads → `kling-v3-pro` i2v vom Startframe. - FX, Rituale, Makros, Multishot-B-Roll → `seedance-2-pro` (Shot 1..4 in einem Prompt; Hand-Choreo einfach halten). - Unsicher bei Konsistenz? Erst `vidu-q2-ref`-Preview (0.30 $ flat), dann final. - Jeden Shot einzeln sichten (BEWEGTBILD, nicht Frames — Kleber/Drift sieht man nur im Video). Ein Fehlversuch → Ursache verstehen → EIN Retry. → **GATE: Shot-Abnahme.** ## Phase 4 · Stimmen (~1–3 $) - Jede Figur hat eine EIGENE Voice-ID aus der ElevenLabs-Library (Stimmen-Register des Hauses; nie die Premade-Defaults). Neue Figur → erst casten (2 Kandidaten, Anhör-Gate). - O-Töne in eleven_v3 mit Audio-Tags + stability je Figur; Emotionsregie aus dem Steckbrief. Länge messen — sie bestimmt den Schnitt. → **GATE: Anhörprobe.** ## Phase 5 · Lipsync & Schnitt (~5–8 $) - **Betten-Technik:** je Sprech-Shot ein Audio-Bett in exakter Shot-Länge bauen (Stille + O-Ton an der Soll-Stelle) → `sync-lipsync-3(video=Shot, audio=Bett)`. Rückenansichten brauchen keinen Lipsync. - Schnitt als Skript (ffmpeg): Timeline-Tabelle mit Assertion (Lücke = Abbruch), `tpad=stop_mode=clone` in jedem Stück, Audio vor concat vereinheitlichen. - **5 Tonspuren:** O-Ton (adelay-Mix) · Atmo (aus ORIGINAL-Shots, unter Sprache auf ~0.35 geduckt) · Score (Ducking + Endfade) · Foley (Transienten messen, ElevenLabs-SFX passgenau) · UI-Sounds für Einblendungen. → loudnorm I=-14. - Score: Suno (Prompt vom Studio, Mensch wählt die Datei) oder `elevenlabs-music`. → **GATE: 480p-Proof am Handy, mehrere Runden einplanen.** ## Phase 6 · Text-Ebene (0 $, aber Sorgfalt) - Eigenes Satzsystem statt Rohtext: Display-Serif + Text-Serif + Mono-Labels, Grundlinien, echte Anführungszeichen, optischer Randausgleich. - Namens-Subs mit Wiedererkennungs-Element (im Haus: Messingscheibe mit Registernummer), Titeltafel, Abschlusstafel, Endcard mit Pflichtangaben (inkl. „KI-GENERIERT"), Sender-Ident → Logo-Bug. - **Typo-Blatt zur Freigabe VOR dem Einbrennen.** → **GATE.** ## Phase 7 · Finish (~1.5 $) 1. Clean-Master OHNE Text bauen (exakte Solldauer). 2. An Segmentgrenzen splitten (Teile ≤25 s, <50 MB). 3. `bytedance-video-upscaler` auf 2k; Output-AUFLÖSUNG verifizieren. 4. tpad-Normalisierung auf exakte Teildauern → concat. 5. Text-Bake in nativer Zielauflösung (unsharp aufs Bild VOR den Overlays). 6. 9:16-Fassung: eigener Crop + EIGENE Portrait-Typo, nie gequetscht. 7. Beide Fassungen frame-verifizieren (Ident, Titel, Subs, Endcard) + ffprobe. → **GATE: Endabnahme durch den Menschen → publish.** ## Nachlauf (Pflicht) - Render-Log abschließen (jede Generation mit ID, $, Befund). - Neue Lehren ins Playbook/die Foundation — sonst zahlt sie das nächste Projekt nochmal. Balance-Check und Kosten-Summe melden.